Stichprobe
Die Daten des SHP basieren auf einer repräsentativen, geschichteten Zufallsstichprobe der privaten (d.h. nicht-institutionellen) Haushalte in der Schweiz. Im Jahr 1999 hat die Sektion Statistische Methoden des Schweizer Bundesamts für Statistik eine erste Zufallsstichprobe (SHP_I) in den sieben Grossregionen der Schweiz (Genferseeregion, Mittelland, Nordwestschweiz, Zürich, Ostschweiz, Zentralschweiz, Tessin) gezogen. Dies geschah auf der Grundlage eines flächendeckenden Schweizer Telefonverzeichnisses (SRH – Stichprobenregister für Haushalterhebungen), welches über 95% aller Privathaushalte abdeckt. Im Jahr 2004 wurde die Zusatzstichprobe SHP_II mit ungefähr 2’500 neuen Haushalten hinzugefügt. Diese Haushalte und ihre Mitglieder werden seither jährlich befragt.
Die Fragebogen
„Leben in der Schweiz“ ist eine umfassende Befragung, die zahlreiche gesellschaftliche Aspekte und Themen abdeckt. Die Fragebogen (Haushalt- und individueller Fragebogen) sind so konzipiert, dass sowohl objektive Daten (Einkommen, Lebensbedingungen, Lebensereignisse, soziale Stellung, Partizipation usw.) als auch subjektive Angaben (Haltung, Wahrnehmung, Zufriedenheit in Bezug auf verschiedene Aspekte des Lebens, Wertvorstellungen, Lebensstil usw.) erhoben werden können.
Es werden zahlreiche Themen abgedeckt:
Bildung und Partizipation am Arbeitsmarkt
Einkommen und finanzielle Situation
Wohnen und geographische Mobilität
Psychische und physische Gesundheit
Soziale Herkunft und Aufenthalt in der Schweiz
Organisation des Haushalts und Aufteilung der Hausarbeiten
Soziales Netzwerk und soziale Unterstützung
Lebensereignisse und Lebensqualität
Partnerschaft und Familienleben
Soziale Partizipation, Religion und Freizeit
Politische Meinungen, Werte und Einstellungen
Die als Datengenerator konzipierte Datengrundlage ermöglicht Analysen in verschiedenen Disziplinen, wobei eine grosse Vielfalt konzeptueller Ansätze zur Anwendung kommt. Die SHP-Befragung wurde von Beginn weg so ausgerichtet, dass auf nationaler und internationaler Ebene vergleichende Analysen möglich sind (CNEF).
Feldarbeit
Seit der ersten Welle im Jahr 1999 wird die Datenerhebung anhand von CATI-Befragungen (Computer Assisted Telephone Interviewing) durch das Befragungsinstitut M.I.S. Trend (Lausanne und Bern) durchgeführt. Die Interviews werden in den Landessprachen Deutsch, Französisch und Italienisch durchgeführt.
In jedem Haushalt wurde eine Referenzperson bestimmt, die den Fragebogen „Haushaltsstruktur“ beantwortet, welcher Informationen zur Zusammensetzung des Haushalts erhebt. In einem zweiten Schritt beantwortet die Referenzperson den Fragebogen „Haushalt“, welcher Informationen zur Situation des Haushalts (Typ des Haushalts, Lebensbedingungen, finanzielle Situation des Haushalts, etc.) sammelt. Schliesslich beantworten die Referenzperson sowie alle anderen Haushaltsmitglieder von 14 Jahren und mehr den „Individuellen“ Fragebogen. Stellvertretend für alle Haushaltsmitglieder unter 14 Jahren und jene Personen, die nicht befragt werden können, beantwortet die Referenzperson den „Proxy“ Fragebogen. Die Interviews zum Haushalt dauern durchschnittlich 15 Minuten, die Individuellen 35 Minuten.
Zusätzlich zu den telefonischen Interviews haben die Befragten aus SHP_1 in den Jahren 2001 und 2002 einen biographischen Fragebogen (Papier-Bleistift) ausgefüllt. Dadurch konnten retrospektive Informationen gewonnen werden zur beruflichen Entwicklung und dem Familienleben der befragten Person.
Beteiligung
Informationen zur Beteiligung finden Sie unter Projekt Beteiligung.
Gewichtung
Es wurden quer- sowie längsschnittliche Gewichte konstruiert. Sie betreffen das Geschlecht, das Alter, die Nationalität und die Region. Hilfe, wie die Gewichte anzuwenden sind, finden Sie auf Französisch oder Englisch.
last updated: 27.05.2010
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